Lebendig, farbenfroh und so voller Leben – Das ist Houte Bay Harbour Market

Nur eine kurze Fahrt vom Stadtzentrum Kapstadts enfernt auf dem Weg zum Chapmens Peak Drive sollte man unbedingt auch in Houte Bay am Hafen halten. Und da ganz speziell an den Hallen des Houte Bay Harbour Markets. Also nicht der normale Basar, direkt in Strandnähe, mit all seinen Touristenandenken. Nein, ein Stück weiter in den Fischhallen, da hat sich ein ganz besonderer Markt angesiegelt. Eine Mischung aus Kunstgalerie, Trödelladen, Handwerksmarkt, Vintagehandel, Showbühne und riesen Braai-Area, wie die Südafricaner ihre Grillplätze gerne nennen.

Ich hab mich mit meinen Freunden aufgemacht, entlang der bezaubernden Küste von Camps Bay, vorbei am Traumstrand von Llandudno und über den Suikerbossie-Berg nach Houte Bay zu fahren. Für uns lohnt es sich schon, vorne am Hafen zu halten, den Fischern zu zusehen, wie sie geschäftig ihre Boote beladen, den Fang in den Netzen einholen oder die Segel setzen, um wieder aufs Meer hinaus zu fahren. Es ist einfach herrlich, die bunten Schiffchen zu sehen und den Blick hinüber zum Chapmans Peak schweifen zu lassen. Man trifft den ein oder anderen Seelöwen, der sich sanft von den Wellen tragen läßt und auf Fastfood der Fischer wartet. Wir schlender vorbei an all dem Treiben, fotografieren und freuen uns schon auf die Leckereien auf dem Mark. Wir haben extra das Frühstück ausfallen lassen, weil wir genau wissen, welche Gaumenfreuden, uns hier erwarten.

Der Markt ist für viele noch ein Insider. Die Kapstädter schätzen ihn als Treffpunkt für die ganze Familie, als Showbühne und als Alternative zum Old Buiskuit Mill in Woodstock.

In den Hallen erwartet uns geschäftiger Handel. Wir bummel entlang von allerlei Ständen mit kreativem Wohndesign, an Ölbildern von aufstrebenden Künstlern und an kekken T-Shirt-Prints von Jung-Desinern. Meine Freundin und ich reißen uns um Schuhe, probieren Vintagekleider und dekorieren uns mit Schmuck. Den einzigen Mann in der Runde drängt es inzwischen in Richtung Essens-Area. Wir können uns nur schwer losreißen, beugen uns aber den knurrenden Mägen.

Die Auswahl ist überwältigend. Französische Küche inspiriert vom Film “Ratatouille”, typisch südafricanisches Grillgut, spanische Tapas, thailändischer Reis, frischer Fisch, ja sogar österreichische Germknödel finden wir hier. Dazu frisch gepresste Säfte, Sparkling Wine (Sekt) und hausgemachte Limonade. Und auch beim Dessert lassen wir nichts aus: Eis, Petit Fours und mein heiß geliebter Milk Tart. Den muss man sich wie einen Käsekuchen vorstellen. Nur viel milchiger und leichter eben. Ich leck mir noch jeden einzelnen Finger ab um nichts zu vergeben, so vergötter ich ihn. Wir haben so königlich gespeist, dass wir nun für die nächste Stunde bewegungsunfähig sind. Langweilig wirds uns aber dabei nicht. Ein besonderes Highlight ist nämlich die Livemusik, die zum Swingen, Klatschen und Mitsingen annimiert. Letzteres wurde mir allerdings verboten, weil sich sonst die Veranstaltung schnell aufgelöst hätte.

Mein Fazit nach diesem Markt-Tag:

Ich war oft auf den Märkten Londons, Berlins oder Paris unterwegs, finde aber das die längst dem Zwang des Massentourismus unterliegen. Hier auf dem Houte Bay Harbour Mark finde ich mich wieder. Ich bin begeistert von der lebendigen Atmosphäre, sowie all dem Bunten und Inspirierenden in den Hallen. Ich liebe die Mischung der Stände, vergötter die Speisen und bin wohltuend unterhalten worden.
 

22.9.12 16:05

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(22.9.12 18:25)
da bekommt man richtig hunger, bei den beschreibungen vom essen. kann mir den markt gut vorstellen. hab in kambodscha auch nicht-touristische märkte entdeckt, die einen ursprünglichen charakter hatten. teilweise schmutzig, viele nicht immer angenehme gerüche...aber dafür keine produkte "made in china".


(29.10.12 13:13)
Na, Du wolltest ja eh noch mal vorbei geflogen kommen. Warum nicht auch zum Essen Würd mich jedenfalls freun.

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